In unserer Heilpraxis für Psychotherapie konzentrieren wir uns auf die Behandlung der folgenden Störungsbilder.
Angststörungen zählen zu den mit am häufigsten vorkommenden psychischen Störungen. Ihre Ursache und ihr Erscheinungsbild sind vielschichtig. Aktuell geht die Wissenschaft zum Teil von einer genetischen Veranlagung aus, da sich familiäre Häufungen finden (Bandelow & Rufer, o. J.). Auch neurologische, biologische, psychologische und umweltbezogene Faktoren beeinflussen, ob sich eine Angststörung ausbildet oder nicht.
Zwangsstörungen gehören zu den am vierthäufigsten vor-kommenden psychischen Störungen (Jacobi et al., 2014). Sie sind ein schwerwiegendes Störungsbild und neigen zur Chronifizierung (AWMF, 2022). Dennoch spielt die Therapie von Zwangsstörungen in 90% der psychotherapeutischen Praxen eine untergeordnete oder keine Rolle (Külz et al., 2010). Ihre Ursache ist multifaktoriell begründet, anhand von genetischen und bio-psycho-sozialen Faktoren.
Trauma oder Trauma-folgestörung können sich nach einem Erlebnis von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß einstellen. Sie muss beim Betroffenen eine tiefe Verzweiflung ausgelöst haben. Warum einige Menschen eine Traumafolgestörung entwickeln und andere nicht, ist nicht gänzlich ergründet. Festzustehen scheint jedoch, dass sowohl genetische Komponenten als auch bio-psycho-soziale Faktoren entscheidend sind.
Was genau ist denn nun eine Angststörung?
Die eine Angststörung gibt es nicht. Unterschieden werden prinzipiell Angst- und Panikstörungen zu Phobien. Zur Diagnostik halten sich Ärzte und Therapeuten an das international gültige Diagnosemanual, die „International Classification of Diseases“ aktuell in der 10. Auflage (ICD-10). Hier werden folgende Angststörungen mit gewissen Diagnosekriterien gelistet:
Nachstehende Störungsbilder sind streng genommen Angststörungen, werden aber in einer Untergruppe, der Phobien, zusammengefasst. Sie haben alle ein prägnantes Merkmal, denn sie treten nur in klar eingegrenzten und zeitlich beschränkten Situationen auf. Jemand mit einer Spinnenphobie wird sich unauffällig im Leben bewegen können, solange keine Spinne den Weg kreuzt.
Sonderformen die im ICD-10 nicht unter den Angststörungen zu finden sind, aber dennoch hierzu gezählt werden können, sind z.B. die
Leiden Sie unter einem dieser Störungsbilder? Klicken sie auf das Störungsbild, um mehr zu erfahren. Wir stehen Ihnen mit unserer therapeutischen Erfahrung gerne zur Seite.
Merkmal dieser Störung ist die ständige und permanente Sorge. Leitende Sorgen kreisen um alltägliche Situationen, wie z.B. die eigene Gesundheit, Sorge davor, dass der Familie etwas passiert, Sorge vor Arbeitsplatzverlust sowie allgemeine finanzielle Sorgen. Diagnostiziert wird die GAS, wenn sie mindestens 6 Monate besteht.
Körperliches Symptombild der GAS ist unter anderem:
Psychische Symptome der GAS zeigen sich unter anderem in:
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung der GAS primär die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Dieses Psychotherapieverfahren sei am wirksamsten, gefolgt von Psychodynamischer Therapie. Um anfallende Wartezeiten von üblicherweise 6 - 18 Monaten bei den kassenärztlich niedergelassenen Psychotherapeuten zu überbrücken, sollen dem Patienten KVT-basierte Internetinterventionen im Sinne einer Anleitung zur Selbsthilfe angeboten werden (Bandelow et al., 2021).
Eine begleitende pharmakologische Behandlung kann nötig werden, sollte die psychotherapeutische Behandlung erfolglos bleiben (Bandelow et al., 2021).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir die GAS nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen begriffen und auch in seiner Körperlichkeit wahrgenommen. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen in unserer Praxis anrufen.
Kennzeichnend bei der Panikstörung sind wiederkehrende schwere Angstzustände, die Betroffene attackenartig überfallen. Deswegen spricht man von Panikattacken, denn dieser Angstzustand setzt plötzlich ein und erreicht binnen weniger Minuten ein Maximum, um danach wieder abzuflauen. Eine Panikattacke dauert einige Minuten, ist also kein Dauerzustand. Sie treten in allen möglichen Situationen auf, sind also nicht an bestimmte Umstände geknüpft. So überraschen sie Betroffene wiederholt, was das Erleben des „hilflos ausgeliefert seins“ verstärkt und bis hin zu Todesangst führen kann. Manche Menschen schrecken auch in der Nacht durch eine Panikattacke hoch.
Körperliche Symptome sind z.B.
Psychische Symptome zeigen sich durch z.B.
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung der Panikstörung primär die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Dieses Psychotherapieverfahren sei am wirksamsten, gefolgt von Psychodynamischer Therapie. Um anfallende Wartezeiten von üblicherweise 6 - 18 Monaten bei den kassenärztlich niedergelassenen Psychotherapeuten zu überbrücken, sollen dem Patienten KVT-basierte Internetinterventionen im Sinne einer Anleitung zur Selbsthilfe angeboten werden (Bandelow et al., 2021). Ergänzend seien Sporteinheiten, von 3x pro Woche 5 km laufen, empfehlenswert. Sowohl Betroffenen als auch Angehörigen wird nahegelegt Selbst- und Angehörigengruppen aufzusuchen.
Eine begleitende pharmakologische Behandlung kann nötig werden, sollte die psychotherapeutische Behandlung erfolglos bleiben (Bandelow et al., 2021).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir die Panikstörung nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen begriffen und auch in seiner Körperlichkeit wahrgenommen. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen auch in unserer Praxis anrufen.
Diese Störung enthält im internationalen Klassifikationssystem der Krankheiten (IDC-10) wenig spezifische Kriterien. In den Behandlungsleitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen und Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) wird sie nicht als eigenes Störungsbild aufgeführt. Sie soll bei gleichzeitigem Bestehen von Angst und Depression diagnostiziert werden, insofern die Ausprägung der Symptome das Vollbild des jeweiligen Störungsbildes nicht erfüllt. Daher ist von einem milden Verlauf auszugehen. Zumeist sind Betroffene noch in der Lage ihr Leben überwiegend zu bewältigen, obwohl sie die vermehrte Anstrengung schnell erschöpft.
Das zentrale Thema bei dieser Phobie ist die Angst davor, sich an einem Ort aufzuhalten, an dem ein Wegkommen peinlich ist oder vielleicht sogar unmöglich erscheint, z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentliche Plätze. Ungewollt im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und trotz der misslichen Lage womöglich keine Hilfe zu erhalten, verstärken die Angst. Daher ist die Agoraphobie oftmals damit verbunden, alleine weg von zu Hause zu sein. Das Symptombild der Agoraphobie ist umfangreich, da es sie mit und ohne Panikstörung gibt.
Zentral für diese Störung ist die Vermeidung von den Orten, an denen Betroffene befürchten Angst zu bekommen. Betroffene sehen ein, dass ihre Angst übertrieben ist.
Körperliche Symptome zeigen sich z.B. durch
Psychische Symptome zeigen sich unter anderem in
Diese Symptome treten ausschließlich in den oben klar eingegrenzten Situationen auf.
Wie unterscheidet sich denn nun die Agoraphobie ohne Panikstörung von der mit Panikstörung?
Bei der Agoraphobie ohne Panikstörung ist die Vermeidung ein stark ausgeprägtes Leitsymptom. Beim kleinsten Anzeichen des Unwohlseins, sowohl körperlich als auch gedanklich, geht der Betroffene aus der Situation raus, um in sichere „Fahrwasser“ zu gelangen.
Bei einer Agoraphobie mit Panikstörung ist das Vermeidungsverhalten die Folge bereits erfahrener Panikattacken (Hagena & Gebauer, 2014).
Betroffene entwickeln häufig elaborierte Vermeidungsstrategien, die oftmals erst auf den zweiten Blick erkennbar sind. Sie nehmen sich z.B. immer eine Begleitung mit, um im Falle eines Falles Hilfe zu erhalten. Sie haben immer ihre Notfalltropfen dabei und gehen nie ohne Handy weg. Betroffene rechtfertigen ihre weniger werdenden Unternehmungen damit, dass sie noch nie gerne ins Kino gegangen sind oder noch nie gerne Bus gefahren sind oder weit weg von zu Hause waren. Was anfangs noch als Erleichterung begann, stellt sich später als heimtückische Falle heraus. Manche Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, das Haus zu verlassen. Einsam und isoliert legt sich zumeist eine depressive Grundstimmung auf die bestehende Angststörung.
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), fasst in ihren Leitlinien die Behandlungen der Panikstörungen und der Agoraphobie zusammen. Es wird also auch bei der Agoraphobie (mit und ohne Panikstörung) primär die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) empfohlen. Dieses Psychotherapieverfahren sei am wirksamsten, gefolgt von Psychodynamischer Therapie. Um anfallende Wartezeiten von üblicherweise 6 - 18 Monaten bei den kassenärztlich niedergelassenen Psychotherapeuten zu überbrücken, sollen dem Patienten KVT-basierte Internetinterventionen im Sinne einer Anleitung zur Selbsthilfe angeboten werden (Bandelow et al., 2021). Ergänzend seien Sporteinheiten, von 3x pro Woche 5 km laufen, empfehlenswert. Sowohl Betroffenen als auch Angehörigen wird nahegelegt Selbst- und Angehörigengruppen aufzusuchen.
Eine begleitende pharmakologische Behandlung kann nötig werden, sollte die psychotherapeutische Behandlung erfolglos bleiben (Bandelow et al., 2021).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir Angststörungen nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen begriffen und auch in seiner Körperlichkeit wahrgenommen. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen auch in unserer Praxis anrufen.
Die Angst im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, wird als soziale Phobie, oder soziale Angststörung, bezeichnet. Die ICD-10 deklariert sie als die „Furcht vor prüfender Betrachtung“ durch andere Menschen. Daraus resultiert eine Vermeidung vor sozialen Kontakten. Zumeist liegt den sozialen Phobien ein niedriger Selbstwert zugrunde. Die soziale Phobie entwickelt sich oftmals schon sehr früh, zumeist während der Pubertät.
Körperliche Symptome zeigen sich z.B. durch
Psychische Symptome sind durch Angst gekennzeichnet z.B.
Subtypen der sozialen Phobie
Soziale Phobien zeigen sich unter Umständen mit diversen Schwerpunkten. Eine eher diffuse generalisierte Phobie ist weniger an einen spezifischen Kontext gebunden, sondern tritt in unterschiedlichen sozialen Situationen auf. Betroffene fürchten sich z.B. davor, negativ bewertet zu werden oder in „peinliche“ Situationen zu geraten. Dadurch, dass viele Konstellationen starke Angstzustände auslösen, ist das alltägliche Leben deutlich beeinträchtigt.
Einige der sozialen Phobien beschränken sich auf ganz spezifische Situationen, z.B. Vorträge in der Öffentlichkeit halten zu müssen. Einige Betroffene reagieren sozialphobisch sobald sie Leistungen zeigen sollen, wie im Falle einer Prüfung, oder wenn Betroffene gefragt werden neu erworbene Fähigkeiten zu zeigen. Interaktionsbezogene soziale Phobien treten im Kontext einer Kontaktaufnahme auf. Ein Small Talk ist für Betroffene undenkbar. Manchmal wird auch die Angst vor dem Erröten zur sozialen Phobie gezählt, andere Behandler sehen diese Störung eher als eine spezifische (isolierte) Phobie. Da die Erythrophobie (Angst vor dem Erröten) jedoch nur in sozialen Kontexten auftreten kann, z.B. auch durch Lob, kann sie hier berechtigterweise aufgeführt werden.
Ungeachtet dessen, ob die soziale Phobie generalisiert ist oder sich auf spezifische Situationen bezieht, sie führt zumeist zu einer Isolation. Denn jeder noch so harmlos wirkende Kontakt, kann für jemanden der von sozialer Phobie betroffen ist, schnell zum Auslöser der Symptomatik werden. Deswegen vermeiden viele Betroffene den Kontakt zu anderen Menschen.
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung der sozialen Phobien primär die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) (Bandelow et al., 2021). Eine psychodynamische Therapie soll erfolgen, wenn die KVT nicht wirksam war oder kein Platz zur Verfügung steht (Bandelow et al., 2021). Eine systemische Therapie kann der Patient beanspruchen, wenn sich weder die KVT noch die psychodynamische Therapie als wirksam erwiesen hat (Bandelow et al., 2021).
Eine pharmakologische Behandlung kann begleitend eingesetzt werden (Bandelow et al., 2021) oder auch als alleinige Therapie angeboten werden. Es soll die Präferenz des aufgeklärten Patienten berücksichtigt werden. Als Überbrückung von üblicherweise 6 - 18 Monaten bis zu einem Therapiebeginn bei kassenärztlich niedergelassenen Psychotherapeuten empfiehlt die Leitlinie eine Internetintervention im Sinne einer Anleitung zur Selbsthilfe. Dies ist als alleinige Maßnahme allerdings nicht hinreichend (Bandelow et al., 2021).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir soziale Phobien nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen begriffen und auch in seiner Körperlichkeit wahrgenommen. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen auch in unserer Praxis anrufen.
Wie der Name bereits verrät, beziehen sich diese Phobien auf den Kontakt mit eng umschriebenen Situationen oder mit konkreten Objekten. Oftmals reicht auch der Gedanke an die Auslöser aus, um eine Angstreaktion hervorzurufen. Unterschieden werden 5 Subtypen:
Körperliche Symptome zeigen sich unter anderem in:
Psychische Symptome sind z.B.
Betroffene wissen zwar, dass diese Angst übertrieben und „unsinnig“ ist, dennoch reicht dieses Wissen allein nicht aus, um die Angst zu bewältigen. Es entsteht ein signifikanter Leidensdruck, durch die emotionale Belastung und/oder aus dem daraus resultierenden Vermeidungsverhalten. Zum Beispiel, wenn ein Betroffener mit einer Kynophobie (Hundeangst) das Haus nicht mehr verlässt, weil in der unmittelbaren Nachbarschaft viele Hundebesitzer leben und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, Hunden zu begegnen. Oder auf der Arbeit die Mitnahme von Hunden gestattet ist und der Betroffene deswegen nicht mehr arbeitsfähig ist, weil Kollegen dieses Angebot wahrnehmen.
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung spezifischer (isolierter) Phobien primär ein Expositionstraining, basierend auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) (Bandelow et al., 2021). Zur Überbrückung, bis zu einem Therapiebeginn mit in-vivo Expositionstraining, empfiehlt die Leitlinie eine virtuelle-Realitäts-Konfrontationstherapie (Bandelow et al., 2021). Eine in-vivo-Exposition bedeutet, dass Betroffene mit dem aversiven Reiz direkt und lebensecht konfrontiert werden. Über die virtuelle-Realitätstherapie findet die Konfrontation mit dem aversiven und angstauslösenden Reiz mithilfe einer speziell dafür entwickelten lebensnahen Computersoftware und einer Brille statt, die der Betroffene während des Trainings trägt.
Eine pharmakologische Begleitbehandlung wird für die spezifischen (isolierten) Phobien nicht empfohlen. Besteht allerdings noch eine Begleiterkrankung, z.B. im Sinne einer Depression, kann es sein, dass eine pharmakologische Behandlung für die Depression angezeigt ist.
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir die spezifischen (isolierten) Phobien nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen begriffen und auch in seiner Körperlichkeit wahrgenommen. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen auch in unserer Praxis anrufen.
Was genau ist denn nun eine Zwangsstörung?
Jeder Mensch hat seine ganz individuellen Eigenheiten. Diese zeigen sich manchmal auch in einer Pedanterie für z.B. Ordnung oder Sauberkeit. Man könnte auch sagen, jeder hat seinen „Monk“. Solche Verhaltensweisen verstehen sich nicht als eine Zwangsstörung. Sie können einen selbst und das Umfeld zwar nerven, sind aber weit von dem Vollbild einer Zwangsstörung entfernt.
Das Diagnosemanual der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft (American Psychiatric Association (APA, 2022)) ordnet die Zwangsstörungen den Angststörungen zu (AWMF, 2022). Warum dies so ist, erklärt sich im weiteren Verlauf des Textes.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Herausgeber des internationalen Klassifikationssystems der Krankheiten in der 10. Auflage (ICD-10) ordnet Angst- und Zwangsstörungen den neurotischen Belastungs- und somatoformen Störungen zu. Dennoch bilden sie im ICD-10 voneinander unabhängige Störungsbilder.
In Deutschland richten sich Behandler zur Diagnostik nach der ICD-10. Hier finden sich folgende Kriterien, um eine Zwangsstörung als solche diagnostizieren zu dürfen: Unterteilt werden Zwangsgedanken, Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken und -handlungen gemischt. Treten diese an den meisten Tagen während zwei Wochen auf und beeinträchtigen das Leben der Betroffenen signifikant (WHO, 2019), sind die Diagnosekriterien erfüllt.
Zwangsgedanken
Sie beinhalten Gedanken, Vorstellungen, intrusive Bilder und/oder Impulse von starker Ausprägung, die Betroffene als eigene Gedanken zuordnen können und diese als übertrieben, unsinnig und irrational erkennen. Dennoch können sie diese nicht „einfach so“ abstellen. Sie werden nicht umsonst Zwangsgedanken genannt, weil diese sich wiederkehrend und unwillkürlich aufdrängen und sehr anhaftend sind. Erlebt werden sie von Betroffenen als überwältigend, bedrohlich sowie angst- und stressauslösend. Neben den körperlichen Phänomenen, wie Herzrasen und Schweißausbrüchen, führt dies bei Betroffenen manchmal zu der Überzeugung, dass sich etwas ganz Furchtbares ereignen muss. Dadurch werden sie veranlasst irgendwie gegenzusteuern und es stellen sich möglicherweise zusätzlich Zwangshandlungen ein.
Zwangshandlungen
Sie werden als willkürlich und stereotyp ausgeführte Handlungen verstanden. Diese folgen streng festgelegten Regeln. Nach Außen scheinen sie wenig zielgerichtet, ergebnisoffen und unproduktiv zu sein (Salkovskis et al., 2018). Den Betroffenen ist die Unsinnigkeit der Handlungen größtenteils bewusst. Allerdings können sie damit nicht ohne Weiteres aufhören, weil sie ihnen als Bewältigungsstrategie dienen. Psychologisch sind diese Handlungen einem Vermeidungsverhalten zuzuordnen (Abramowitz, 2018). Betroffene handeln zwanghaft, um die quälenden und furchteinflößenden Gedanken abzuschwächen oder zu „neutralisieren“. Damit versuchen sie sich emotional und physiologisch wieder in einen erträglichen Zustand zu bringen (Salkovskis et al., 2018). Es entsteht eine Illusion von Kontrolle und Sicherheit, wenngleich von zunehmend kürzerer Dauer. Kommen die Gedanken wieder, setzen die Handlungen zu Bewältigung mit steigender Frequenz und Intensität ein. Oftmals werden Handlungen ritualisiert, weil im Verlauf der Erkrankung ein Gewöhnungseffekt eintritt. Dies ist einer Verschärfung der Zwangsstörung gleichzusetzen. Passiert etwas Unvorhergesehenes, sodass das Ritual nicht ungestört beendet werden kann, müssen Betroffene wieder von vorn beginnen, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird. Nur dann stellt sich kurzfristig eine Erleichterung ein, wenngleich viele Zwangspatienten danach deutlich erschöpft sind.
Obwohl die Handlungen bei Betroffenen zu einer kurzfristigen Erleichterung führen, entsteht auf lange Sicht ein quälender Teufelskreis. Starke Beeinträchtigungen in der Lebensqualität und Teilhabe sind die Folge (AWMF, 2022), die bis zu einer Frühberentung führen können (Hedlund, 2005).
Zwangsstörung nach Abramowitz (2018) lassen sich in folgende 7 Subkategorien einteilen:
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung von Zwangsstörungen primär die kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionstraining und Reaktionsverhinderung. Zur Vermeidung von Rückfällen werden Auffrischungssitzungen und die Teilnahme an Selbsthilfegruppen sowie anderen Programmen empfohlen. Um anfallende Wartezeiten von üblicherweise 6-18 Monaten bei den kassenärztlich niedergelassenen Psychotherapeuten zu überbrücken, sollen dem Patienten KVT-basierte Therapieformen inkl. Selbsthilfetools angeboten werden (AWMF, 2022). Die Angehörigenarbeit wird bei der Behandlung von Zwangsstörungen dringend empfohlen.
Eine begleitende pharmakologische Behandlung wird empfohlen, sollte der Therapieerfolg ausbeiben (AWMF, 2022).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir Zwangsstörungen nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Der Mensch wird als denkendes, fühlendes und soziales Wesen verstanden, aber auch in seiner Körperlichkeit. Dies spielt in der Behandlung von Angststörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken Sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen auch in unserer Praxis anrufen.
Die sogenannte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) gehört zu den neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen (WHO, 2019). Aufgeführt ist sie unter den „Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen“. In der aktuellen Ausgabe des internationalen Klassifikationssystems der Krankheiten (ICD-10) wird hauptsächlich die Reaktion auf ein einmaliges belastendes Ereignis von außergewöhnlicher Bedrohung definiert, bezogen auf eine Situation von kürzerer oder längerer Dauer (WHO, 2019). Anders ausgedrückt könnte man auch von einem Monotrauma oder Schocktrauma sprechen. Dieses Erlebnis muss den Betroffenen plötzlich in eine tiefe Verzweiflung gestürzt haben, in der keine angemessene Reaktion mehr möglich schien. Betroffene befinden sich in einem Zustand der hilflosen Verwirrung. Beispiele gibt es viele, wie z.B. erlebte Hochwasserkatastrophe, Krieg, Gefangenschaft, Unfälle (Ersthelfer), Missbrauch. Eine PTBS wird nach 6 Monaten des belastenden Ereignisses diagnostiziert.
Körperliche Symptome sind unter anderem:
Psychische Symptome sind unter anderem:
Unerwähnt bleibt in der ICD-10, ob Betroffene direkt oder indirekt traumatisiert wurden. Entwickelt ein Unfallopfer z.B. eine PTBS geschieht das aufgrund einer direkten Traumatisierung. Ein Beobachter desselben Unfalls gilt als indirekt traumatisiert, wenn er als Folge dieser Beobachtung eine PTBS ausbildet. Auch die Nachricht z.B über den Tod eines nahen und geliebten Menschen hat das Potenzial zu traumatisieren.
Es gibt Menschen, denen wird eine PTBS diagnostiziert, obwohl sie kein solches Schocktrauma erlebt haben. Dennoch ist diese Diagnose unter gewissen Voraussetzungen gerechtfertigt, denn neben der Schocktraumen gibt es auch Beziehungs- oder Entwicklungstraumen. Diese zeigen sich in einem etwas anderen Symptombild. Ein Entwicklungstrauma entsteht, wenn in der Kindheit schlechte Umgebungsbedingungen herrschten, z.B. körperliche Gewalt, psychische Gewalt in Form von Ignoranz oder Vernachlässigung, Abhängigkeiten (Süchte) in der Familie, permanente Umzüge, starke innerfamiliäre Konflikte. Das Kind wird in der Beziehungsgestaltung gestört, da es zu glauben anfängt, selbst schuld an den Umständen zu sein und es sich einfach nur mehr anstrengen müsse, um die Gunst der Beziehungspersonen zu gewinnen und die Familie zu heilen. Dieser Konflikt, sich binden zu müssen, um überleben zu können, aber gleichzeitig zu wissen, dass Bindung Schmerzen verursacht, hinterlässt das Kind ebenso in einem Zustand tiefer Verzweiflung und hilfloser Verwirrung. Der Person fehlen für die weitere Entwicklung angemessene Bewältigungsmechanismen. Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung (kPTBS) ist allerdings erst im neuen Klassifikationssystem der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen worden. Dieses Diagnosemanual wird voraussichtlich im Jahr 2027 von Behandlern verbindlich genutzt werden dürfen.
Behandlungsansätze:
Der Dachverband der medizinischen Fachgesellschaften, die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), empfiehlt in ihren Leitlinien zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) primär die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) (Schäfer et al., 2019). Die TF-KVT enthält mehrere Behandlungskomponenten die von zentraler Bedeutung sind. Sie greift Interventionen zur Aufarbeitung des traumatisch Erlebten auf und integriert zudem Komponenten, die der Stabilisierung dienen z.B. Psychoedukation, Affektanpassungen, kognitive Verarbeitung, Umgang mit Stress, Imaginationsübungen sowie ein sogenanntes Skill-Training. Gleichberechtigt besteht ein hoher Empfehlungsgrad der S3-Leitlinien für die „Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) Therapie (Schäfer et al., 2019). Ins Deutsche übersetzt bedeutet es so viel wie „Desensibilisieren und Verarbeiten durch Augenbewegung“. Auf die in der Regel anfallenden Wartezeiten von ca. 6-18 Monaten geht die AWMF nicht speziell ein, sondern vermerkt hier die Aufnahme in einer Trauma-Ambulanz.
Von einer pharmakologischen Behandlung sieht die AWMF als Primärtherapie und als alleinige Therapie bei der Behandlung der PTBS ab (Schäfer et al., 2019).
In der Heilpraxis Psychotherapie Benford behandeln wir Traumafolgestörungen nach dem integrativen Therapieverfahren. Dieses Verfahren ist ein moderner, interdisziplinär orientierter sowie schulen- und methodenübergreifender Ansatz. Sie begreift den Menschen als denkendes, fühlendes und soziales Wesen, aber auch in seiner Körperlichkeit. Dies spielt in der Behandlung von Traumafolgestörungen eine besonders wichtige Rolle. Möchten Sie mehr zum integrativen Verfahren wissen, klicken sie bitte hier. Gerne dürfen Sie bei Fragen oder zu näheren Informationen zur Behandlung von Traumafolgestörungen in unserer Praxis anrufen.
Quellen für Angststörungen
Bandelow, B., Aden, I., Alpers, G. W., Benecke, A., Benecke, C., Deckert, J., Domschke, K., Eckhardt-Henn, A., Geiser, F., Gerlach, A. L., Harfst, T., Hau, S., Hoffmann, S., Hoyer, J., Hunger-Schoppe, C., Kellner, M., Köllner, V., Kopp, I. B., Langs, G., … Beutel, M. E. (2021). S3-Leitlinie Angststörungen. 2, 22.
Bandelow, B., & Rufer, M. (o. J.). Angsterkrankungen » Ursachen ». Neurologen und Psychiater im Netz. Abgerufen 24. November 2024, von https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/angsterkrankungen/ursachen/
Hagena, S., & Gebauer, M. (2014). Angststörungen. Beltz Verlag.
WHO. (2019). ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen (H. Dilling & H. J. Freyberger, Hrsg.; 9.). Hogrefe.
Quellen für Zwangsstörungen
Abramowitz, J. S. (2018). Getting over OCD: a 10-step workbook for taking back our life (M. M. Antony, Hrsg.; 2. Aufl.). The Guilford Press.
APA. (2022). DSM-5-TR (5. Aufl.). American Psychiatric Associaton.
AWMF (Hrsg.). (2022). S3-Leitlinie Zwangsstörungen – Langversion. https://register.awmf.org/assets/guidelines/038_017l_S3_Zwangsst%C3%B6rungen_2022-07.pdf
Hedlund, S. (2005). Exposition mit Reaktionsmanagement. In P. Neudeck & H.-U. Wittchen (Hrsg.), Konfrontationstherapie bei psychischen Störungen: Theorie und Praxis (S. 143–171). Hogrefe.
Jacobi, F., Höfler, M., Strehle, J., Mack, S., Gerschler, A., Scholl, L., Busch, M. A., Maske, U., Hapke, U., Gaebel, W., Maier, W., Wagner, M., Zielasek, J., & Wittchen, H.-U. (2014). Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul Psychische Gesundheit (DEGS1-MH). Der Nervenarzt, 85(1), 77–87. https://doi.org/10.1007/s00115-013-3961-y
Külz, A., Hassenpflug, K., Riemann, D., Linster, H., Dornberg, M., & Voderholzer, U. (2010). Ambulante psychotherapeutische Versorgung bei Zwangserkrankungen. Psychotherapie Psychosomatik Medizinische Psychologie - PSYCHOTHER PSYCHOSOM MED PSYC, 60, 194–201. https://doi.org/10.1055/s-0029-1202837
Salkovskis, P. M., Ertle, A., & Kirk, J. (2018). Zwangsstörung. In J. Margraf & S. Schneider (Hrsg.), Lehrbuch der Verhaltenstherapie (4. Aufl., Bd. 2, S. 67–86). Springer Verlag GmbH Deutschland. https://doi.org/10.1007/978-3-662-54909-4_4
Voderholzer, U. (2017). Zwangsstörungen. In H.-J. Möller, G. Laux, & H.-P. Kapfhammer (Hrsg.), Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie (5. Aufl., Bd. 3, S. 1933–1964). Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-662-49295-6_70
WHO. (2019). ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen (H. Dilling & H. J. Freyberger, Hrsg.; 9.). Hogrefe.
Quellen für Traumafolgestörungen
Schäfer, I., Gast, U., Hofmann, A., Knaevelsrud, C., Lampe, A., Liebermann, P., Lotzin, A., Maercker, A., Rosner, R., & Wöller, W. (2019). S 3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung. AWMF online. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/155-001
WHO. (2019). ICD-10-Klassifikation psychischer Störungen (H. Dilling & H. J. Freyberger, Hrsg.; 9.). Hogrefe.
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